
Mumbai liegt an Indiens Westküste und verbindet Hafen, Handel, Filmwirtschaft und sehr unterschiedliche Wohnviertel. Die Stadt ist zugleich historische Bühne und gegenwärtiger Arbeitsort. Rund um Colaba und das Gateway of India lässt sich ein erster Zugang finden; andere Viertel verlangen bewusst eingeplante Wege.
Architektur ist ein guter roter Faden. Der Chhatrapati Shivaji Maharaj Terminus zeigt einen anderen Maßstab als eine Markthalle, religiöse Orte wie Haji Ali Dargah einen anderen Bezug zum Wasser als die Hafenpromenade. Dhobi Ghat wiederum verweist auf Arbeit und Dienstleistungen. Diese Orte sollten nicht zu einer Sammlung vermeintlich exotischer Kontraste verkürzt werden.
Legen Sie pro Tag räumliche Schwerpunkte fest. Große Entfernungen und Verkehr können einen Besuch stärker prägen als erwartet. Eine Inseltour nach Elephanta benötigt ein eigenes Zeitfenster und eine Prüfung des Bootsbetriebs. Für den Anschluss nach Goa oder zu den Höhlengebieten Maharashtras sind Reisezeiten gesondert zu kalkulieren. Mumbai lässt sich nicht sinnvoll als kurzer Zwischenhalt für sämtliche genannten Ziele behandeln. Mumbai verlangt eine Auswahl, weil die Stadt weit größer ist als ihre bekannten südlichen Sehenswürdigkeiten. Verbinden Sie für einen ersten Aufenthalt wenige benachbarte Orte und beobachten Sie dazwischen den Rhythmus der Straßen. Bahnhof, Markt und Hafen stehen für unterschiedliche Bewegungen von Menschen und Waren. Diese Zusammenhänge sind oft aufschlussreicher als eine möglichst vollständige Sehenswürdigkeitenliste. Planen Sie für Fahrten genügend Spielraum und setzen Sie einen freien Zeitraum nicht erst ans Ende eines ohnehin überladenen Tages.