
Ajanta bezeichnet einen ländlich geprägten Ort in Maharashtra und vor allem die nahe gelegenen buddhistischen Höhlen. Die berühmten Anlagen liegen in einer gebogenen Schlucht über dem Waghora-Fluss. Für Reisende ist wichtig, zwischen dem Ort als geografischem Bezug und dem eigentlichen Monumentbereich zu unterscheiden.
Die Landschaft erklärt einen Teil der Wirkung. In die Felswand eingearbeitete Räume liegen entlang eines natürlichen Bogens, nicht an einer städtischen Straße. Malerei, Skulptur und Architektur bilden dort ein zusammenhängendes religiöses Ensemble. Der Besuch erschließt sich besser, wenn man zunächst den Verlauf der Anlage versteht und anschließend ausgewählte Höhlen vertieft.
Als Ausgangspunkt kommt häufig Chhatrapati Sambhajinagar, früher Aurangabad, infrage. Die Fahrt nach Ajanta und der Rundgang brauchen einen eigenen Tag mit ausreichend Reserve. Ellora ist ein weiteres großes Ziel und sollte nicht bloß als kurzer Zusatz behandelt werden. Bei eingeschränkter Mobilität sind Wege, Treppen und die tatsächlich angebotenen Hilfen vorab zu klären. Ajanta bezeichnet im Reisegebrauch meist die berühmten Höhlen. Für die praktische Planung lohnt es, Ausgangspunkt, Anfahrt und tatsächlichen Rundgang auseinanderzuhalten. Die Aufmerksamkeit, die Malereien und Räume verlangen, lässt sich nicht beliebig beschleunigen. Entscheiden Sie vor Ort lieber für ausgewählte Höhlen mit längerer Betrachtung als für ein gleichförmiges Durchlaufen aller Zugänge. Ein späterer Vergleich mit Ellora ist besonders ergiebig, wenn Sie sich einige konkrete Formen und Raumeindrücke aus Ajanta merken.